Genörgel und Fleischbällchen – Dark Patterns im Consent Management

on 24.01.2022 by Dr. Ramona Greiner

Dark Patterns in Consent Management

Dark Patterns im Consent Management – und warum Sie darauf verzichten sollten

Dark Patterns kennen die meisten von uns vor allem aus den sogenannten „Sozialen Medien“, doch zunehmend halten sie auch Einzug in die Cookie-Banner und das Consent Management. Dabei gibt die DSGVO ganz klare Vorgaben an die Hand, wie eine gültige Einwilligung zu erfolgen hat, nämlich vor allem freiwillig und informiert. In dem Moment, in dem Nutzer:innen aufgrund von manipulativen Dark Patterns zustimmen, haben wir ein datenschutzrechtliches Problem und es zeichnet sich ab, dass das Thema künftig noch mehr Aufmerksamkeit und Regulierung bekommt.

In unserem Paper möchten wir Ihnen zeigen, was Dark Patterns sind, welche Formen im Consent Management besonders geläufig sind und Ihnen vermitteln, wie Sie Dark Patterns als Nutzer:in erkennen und als Website- oder App-Betreiber:in vermeiden können. Ferner wird Ihnen der Unterschied zwischen unzulässigen Dark Patterns und dem zulässigen „Nudging“ erläutert sowie ein Überblick über die relevanten Rechtsgrundlagen und Urteile gegeben. Abschließend veranschaulichen wir, welche Probleme durch manipulative und komplizierte Consent-Banner bezüglich der Barrierefreiheit entstehen und wieso ein gutes und die Nutzer:innen respektierendes Consent Management als vertrauensbildende Maßnahme in der Kund:innenbeziehung verstanden werden sollte.

 

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Tl;dr

  • Dark Patterns sind manipulative Designelemente. Im Consent Management werden diese immer häufiger eingesetzt, um möglichst hohe Opt-In-Raten zu erzielen.
  • Die häufigsten Dark Patterns im Consent Management zielen auf Irreführung ab oder machen einen Opt-Out unnötig langwierig und kompliziert.
  • Eine Trennlinie zwischen zulässigem Nudging und unzulässigen Dark Patterns ist nicht immer klar zu ziehen. Meistens unterscheiden sich die beiden im Grad der Manipulation, dem Druck, mit dem eine bestimmte Handlung bei den Nutzer:innen angeregt wird, und der Intention bzw. dem Ergebnis.
  • Es gibt noch(!) kein explizites “Dark Pattern-Gesetz”, aber einige Regelungen, die bereits Anwendung finden können.
  • Der Einsatz von Dark Patterns beim Consent Management verringert auch die Barrierefreiheit Ihrer Website.
  • Consent Management sollte als eine vertrauensbildende Maßnahme in der Kundenbeziehung verstanden werden. Dark Patterns hingegen schaffen Intransparenz und Misstrauen.

 

Sie haben Fragen zum Thema Consent Management, den Dark Patterns oder machen sich Gedanken, wie Sie ihre Opt-In Raten auf gdpr-konforme Weise optimieren können? Kontaktieren Sie mich unter ramona.greiner@feld-m.de – unser Team steht Ihnen gerne mit beratender und implementierender Expertise zur Seite!

Haben Sie – im privaten oder beruflichen Kontext – Erfahrungen mit Dark Patterns im Consent Management gemacht? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung und freuen uns auf einen Austausch in den Kommentaren.

 

Original photo by Eric Masur on Unsplash

3 Antworten auf „Genörgel und Fleischbällchen – Dark Patterns im Consent Management“

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