In diesem Beitrag beschreibt unsere Data-Strategy-Expertin Laura Winkelbauer fünf typische Anzeichen von Data Friction (also Reibungsverluste im Umgang mit Daten) und stellt bewährte Lösungsansätze vor. Lauras beruflicher Weg umfasst Strategieberatung, E-Commerce und – seit inzwischen sechs Jahren bei FELD M – die Beratung von Entscheidungsträger:innen zu Datenstrategie und dem Aufbau datengetriebener Organisationen.
„Wenn Datenprodukte nicht liefern, liegt das selten an fehlendem Talent oder Technologie. Meistens deutet es auf eine grundlegende Lücke im Datenmanagement hin."
– Laura Winkelbauer, Data-Strategy-Expertin, FELD M
Daten können eine wertvolle strategische Ressource sein, aber auch eine echte Fehlerquelle.
Kennen Sie das? Zwei Abteilungen präsentieren im selben Meeting zwei völlig unterschiedliche Versionen der Wahrheit. Unterschiedliche Zahlen, unterschiedliche Dashboards, unterschiedliche Definitionen derselben Kennzahl. Genau das meinen wir mit Datenreibung.
Wenn Datenprodukte – Dashboards, Empfehlungssysteme oder Personalisierungstools – nicht das halten, was sie versprechen, liegt das selten an fehlendem Talent oder falscher Technologie. Meistens zeigt es eine grundlegende Schwäche im Datenmanagement an.
Wenn Ihre Organisation Schwierigkeiten hat, ihre Datenprozesse zu skalieren, werden Ihnen diese fünf Herausforderungen wahrscheinlich bekannt vorkommen:
Wenn jedes Analytics-Tool Ihnen etwas anderes sagt, wird Skalierung schnell zur Sisyphusarbeit.
Wenn Dashboards, automatisierte Warnmeldungen und Entscheidungshilfen – etwa Next-Best-Action-Systeme – widersprüchliche Erkenntnisse liefern, entsteht operative Lähmung. Hochqualifizierte Analyst:innen verbringen ihre Zeit damit, Daten zu überprüfen, statt strategische Arbeit zu leisten.
In einem agilen Markt ist Geschwindigkeit ein Wettbewerbsvorteil, doch viele Teams können diesen Vorteil kaum nutzen.
Wenn Ihre Ingenieur:innen mehr als 30% ihrer Zeit damit verbringen, Daten zu finden und zu bereinigen, statt Features zu bauen, ist Ihr Innovationszyklus ins Stocken geraten.
Aus schlechtem Ausgangsmaterial lässt sich kein hochwertiges Ergebnis gewinnen. Wenn die Datengrundlage schwach ist, wird der Einsatz moderner Technologien wie generativer KI oder Predictive Modeling zur Herausforderung oder scheitert ganz.
Dieser Kreislauf verhindert, dass Sie über einfaches Reporting hinausgehen und echten Mehrwert schaffen können.
Der vielleicht folgenreichste Schaden ist psychologischer Natur.
Wenn Datenprodukte wiederholt zu langsam oder ungenau sind, schwindet das Vertrauen der Führungsebene. Entscheidungen werden wieder auf Basis von Bauchgefühl getroffen, und Ihre Investitionen in Daten verlieren ihren Wert. Wie wichtig Stakeholder-Vertrauen dabei ist, beschreibt Jesse Rothenberg von Ableton in unserem Interview sehr treffend.
Die globalen Datenschutzstandards werden strenger und mit dem EU AI Act steigen die Anforderungen an Unternehmen weiter.
Wer die genaue Herkunft seiner Daten nicht kennt und keinen klaren Rahmen für den Umgang mit Kundendaten hat, geht erhebliche rechtliche und finanzielle Risiken ein. Das können und sollten moderne Unternehmen sich nicht leisten.
„Data Governance" – ein Begriff, der allzu oft in Buzzwords versinkt. Lässt man das Jargon-Gestrüpp außer Acht, ist Data Governance schlicht das Betriebssystem für Ihre Informationen.
Die Einführung eines soliden Governance-Rahmens bedeutet nicht, neue Bürokratie aufzubauen. Es geht darum, die Hürden zu beseitigen, die Ihre Organisation bremsen.
„Wir wollen in einer besseren Position sein, wenn es um Daten und die Einführung neuer, KI-gestützter Technologien geht."
Kommt Ihnen das bekannt vor?
Dann sind das die Gründe, warum Data Governance zu Ihrer strategischen Agenda gehört:
Data Governance ist weder ein einzelnes Tool noch eine große Reorganisation. Es ist ein Rahmenwerk, das auf einigen zentralen Säulen aufbaut:
Viele Organisationen stehen „Gesamtlösungen" skeptisch gegenüber – besonders wenn die Praxis selten das hält, was die Präsentation verspricht. Das verstehen wir.
Data Governance ist kein einmaliges Projekt. Es ist ein grundlegender Wandel im Umgang mit der wertvollsten Ressource Ihres Unternehmens – und einer der seltenen Multiplikatoreffekte, der jede zukünftige Entscheidung verbessert.
Veränderungen brauchen Zeit. Das Ergebnis ist wiederhergestelltes Vertrauen, bessere Entscheidungen, echte Innovationsfähigkeit – und die Gewissheit, dass Ihr Unternehmen für das gerüstet ist, was als Nächstes kommt.
Wenn Sie sehen möchten, wie das in der Praxis aussieht: Ein konkretes Beispiel ist unsere Zusammenarbeit mit JobCloud, der führenden digitalen Recruitingplattform der Schweiz.
Angesichts wachsender Datenkomplexität und steigender Nachfrage nach neuen Use Cases hat JobCloud gemeinsam mit FELD M eine ganzheitliche Datenstrategie entwickelt – abgestimmt auf Unternehmensziele und mit klarem Fokus auf Governance, Architektur sowie Enablement und Data Literacy.
Die vollständige Case Study können Sie hier lesen: