Im Rahmen von Data Science for Social Good bieten wir nicht nur unsere Datenambulanz (https://www.feld-m.de/datenambulanz) für gemeinnützige Organisationen an, sondern nehmen auch regelmäßig an Hackathons, Datathons und ähnlichen Wettbewerben teil (R Conference, Kaggle, …). 2019 haben wir nun zum ersten Mal am europaweiten EU-Datathon teilgenommen und eine Applikation zum Thema Klimaschutz entwickelt.

 

Der EU-Datathon und unsere Herausforderungen

Der diesjährige Datathon der EU (https://publications.europa.eu/en/web/eudatathon) umfasste wieder drei unterschiedliche Challenges und uns war sofort klar, dass wir uns mit dem Thema „Tackling Climate Change“ beschäftigten wollten. Die Vorgabe des Wettbewerbs war, neben einer innovativen Idee, die Verwendung mehrerer offener Datensätze, die durch die verschiedenen EU-Institutionen bereitgestellt werden. Bewertet wurde unter anderem nach folgenden Kriterien: Relevanz, Open-Data-Verwendung (Neuheit, Skalierbarkeit und Updates), der Lösung an sich (Problembeschreibung, Data Science, Maturity, fortlaufenden Nutzen für die Zielgruppe, Sharability, …) sowie dem Projektplan.

Neben der Bekämpfung des Klimawandels, ist es uns aber auch ein Anliegen, auf den Nutzen von offenen Daten hinzuweisen. Datentransparenz ist einer der Grundpfeiler der Open-Data-Bewegung und sichert Integrität und wissenschaftliche Arbeitsweisen sowie vielseitige Verwertung der Daten. Nur durch die Verwertung erhalten Daten ihren Wert und je besser Zugang, Qualität und Granularität der Daten sind, umso detailliertere Modelle und Simulationen können gebaut werden und ihr wertstiftendes Potential steigern. Wichtige Quellen sind u.a. das EU Open Data Portal (https://data.europa.eu/euodp/en/data), die  UN (http://data.un.org/) oder die Weltbank (https://data.worldbank.org/).

 

Eine App gegen den Klimawandel – Datenbasierte Aufklärung für Schüler*innen und junge Menschen

Unsere Idee: Um dem Klimawandel entgegenzutreten, ist Bildung unsere stärkste Waffe: Verstehen, was die Ursachen sind, welche Auswirkungen er auf unsere Erde haben wird und was man selbst dagegen tun kann. Deswegen wollten wir den Klimawandel auf einfache Weise Schülern erklären, anhand von anschaulichen Beispielen zu Boden, Luft, Wasser und Biodiversität.

Greta Thunberg hat den Gedanken der Aufklärung und warum wir jetzt handeln müssen wohl am treffendsten beschrieben:

 

Let’s get this application started: Unser Vorgehen gemäß Design Thinking

Mit einem kleinen Team haben wir in den letzten Wochen fleißig unsere webbasierte App entwickelt, die Schüler*innen einerseits den Klimawandel erklären soll, aber andererseits auch dazu anregen soll, selbst aktiv zu werden.

In der Umsetzung haben wir uns am Design Thinking Prozess orientiert und als Erschließung des Problemraumes damit begonnen, Interviews mit unserer Zielgruppe und Experten zu führen sowie ausführliche Desk Research zu betreiben. Dabei wurde uns auch bewusst, dass es in diesem Projekt natürlich um die Integration von Daten gehen wird, aber in einem sogar noch größeren Umfang um das Kuratieren von geeigneten, erklärenden Texten. Data Literacy ist dabei sicher auch ein wichtiger Aspekt. Wie können wir unser Verständnis von Daten und die Interpretation von Tabellen und Visualisierungen schulen? Auch das ist ein wiederkehrendes Thema, das uns im Zuge unserer täglichen Arbeit mit Daten beschäftigt (https://www.feld-m.de/service/dashboards-visualisierung/).

 

Mit Daten aufklären: Was genau unsere App zeigt

Unsere Analysen vereinen in unserem Prototyp Daten zu EU-weiten historischen Emissionen von Treibhausgasen und entsprechende Vorhersagen für die kommenden Jahre. Dabei werden die Anteile verschiedener Sektoren, aber auch die Anteile pro Kopf und Land an den Gesamtemissionen visualisiert. Neben den beobachteten Extremwetterlagen der letzten Jahrzehnte haben wir auch berechnet, wie sich das Meer bei vorhergesagten Meeresspiegelanstiegen ausbreiten würde, indem wir Modelle für den Meeresspiegelanstieg auf die Küsten Europas hochgerechnet haben. Zu diesem Zweck wurden Voronoi-Zellen um die Projektionsdatenpunkte herum berechnet, die Pegel in Bins aufgeteilt und auf eine topografische Karte übertragen. Neben den Analysen haben wir auch verschiedene Optionen gesammelt, wie man selbst aktiv werden kann und was die aktuelle Aussicht ist, wenn wir uns keine ehrgeizigeren Ziele setzen.

Unseren aktuellen Prototypen findet ihr hier (bisher nur für Desktop und Tablet entwickelt): environ-mate.feld-m.de

 

Technische Details und Datenschutz

Die Anwendung selbst ist Client-based (kein Backend notwendig) und somit hoch skalierbar (hierfür kamen u.a. JS Libraries wie Leaflet, Spectre und Vue zum Einsatz). Darüber hinaus ist die Anwendung natürlich GDPR-konform und bisher auf Deutsch und Englisch verfügbar. Wir planen in den kommenden Wochen weitere Sprachen nachzutragen.

 

Das Ergebnis: Vierter Platz in unserer Gruppe beim EU-weiten Datathon

Aus 99 EU-weiten Projektideen wurden auch wir ausgewählt, unser Projekt im Finale in Brüssel zu präsentieren. Letzte Woche war es endlich soweit und wir konnten zusammen mit 11 weiteren Teams (vier je Challenge) unsere Ergebnisse in kurzen 10-minütigen Präsentationen vorstellen. Wir haben dort in unserer Challenge den vierten Platz belegt und möchten uns bei allen für ihr positives und konstruktives Feedback der letzten Wochen bedanken. Der EU Datathon 2019 war bestens organisiert (im Vorfeld sowie auch die Final-Konferenz).

Besonderer Dank für die Unterstützung gilt unseren Kolleg*innen, die uns den Rücken freigehalten oder gestärkt haben, um das Projekt umgesetzt zu bekommen. An dieser Stelle möchten wir aber auch allen innovativen Projektteams gratulieren, die viel Herzblut und Energie in ihre engagierten Projekte gesteckt haben!

Die Aufzeichnung der gesamten Konferenz findet sich hier: FOLGT SOBALD VERFÜGBAR

 

Future ahead: Wie es weitergeht

Wir sind der festen Überzeugung, dass unsere App einen großen Mehrwert für viele Menschen liefern kann. Mit dem Datathon endet daher keineswegs unser Projekt, sondern wir möchten als nächstes Nutzertests mit Schüler*innen durchführen sowie einen Klimaexperten um weiteren Input bitten. Darüber hinaus suchen wir weitere Mitstreiter, die an die gute Sache glauben und uns bei der zukünftigen Entwicklung unterstützen wollen. Natürlich werden wir auch nach Funding oder Sponsoren für unser Konzept suchen. Schreibt uns einfach an Datenambulanz@feld-m.de wenn das für euch spannend klingt.

 

We’ve all heard about the importance of knowledge sharing within an organization. Among all benefits, a great knowledge sharing system can have valuable impact on the quality and efficiency of workflows, and strengthen the trust and communication culture within the organization.

Having these in mind, we at FELD M make sure our knowledge sharing process is as smooth and gainful as possible. There are of course various methods empowering knowledge sharing in FELD M: take our “open space office” and “flat hierarchy system” as a few examples. However, there’s something new going on for a while here at FELD M which we’re pretty excited to share with you.

The idea initiated when our analytics’ team members felt the need of a process which enables them to learn an additional skill or tool which could ultimately affect their working life. The existing methods were not capable in nature to allow such exchange of knowledge. That’s when we came up with a new process which we take so much pride in.

It’s called the “FELD M Lectures”, and it’s been going on since January 2018. As you can already guess from the name, we, and by “we” I mean all FELD M colleagues, hold a lecture for the entire company once we have something valuable to share. Now this might sound a bit daunting at first, but believe me, it’s anything but that.  Our lectures are held in a relaxed easy going manner, ensuring that we don’t avoid having them by overengineering the process. So basically, yes, we have a “presentation”, “small talk”, “get together” with the whole company and share our valuable thoughts, skills or knowledge with each other. How great is that?

Considering the purpose of the lectures, the topics may range from analytical tools to basic knowledge of the “internet”. We’ve even taken the topic range to a whole new level, and share aspects regarding cultural differences and diversity due to our international background. All in all, the primary goal is to introduce different topics in short and informal lectures (e.g. based on FELD M services, current projects, tools or methods) in order to assist employees in evaluating whether the topic is a subject which they would like to get more involved in at work. If a lecture topic generates demand for more detailed information, then more extensive courses (internal or external) are organized. The lectures are held every 2 weeks, and the speakers may present their topic in any format they prefer.

After passing the initial weeks of enthusiasm into our “newly born”, however, we realized that a proper team needs to take care of the process, and make sure that we remain on the right track. Therefore, we now have the “FELD M Academy” team taking care of the lectures’ time table, process and motivation among colleagues. The team’s responsibilities have now expanded to FELD M Courses (!), and other tasks which we would get to later.

For now, let’s just say our team has come to such high level of collaboration and motivation to exchange knowledge that we decided to share it with you and hopefully inspire you on your knowledge sharing journey.

Cheers!